Schließung der TRILUX Medical GmbH & Co. KG, Arnsberg, einem Unternehmen der Mizuho Group

Betriebsschließung zum 31. Mai 2020

Nachdem der japanische Mutterkonzern MIZUHO Corp. mit großem Bedauern die Betriebsschließung beschlossen und verkündet hat, konnten sich die Geschäftsführung und der Betriebsrat nach rund acht Wochen konstruktiver Verhandlungen auf eine sozialverträgliche Lösung zur Betriebsschließung einigen: ca. 80 Mitarbeiter werden ab Ende Mai 2020 das Unternehmen verlassen und in die Transfergesellschaft START NRW wechseln, um dort weiterbeschäftigt und qualifiziert zu werden.

Die TRILUX Medical GmbH & Co. KG hat in den letzten Jahren wiederholt versucht, ihren Betrieb in Arnsberg durch eine Vielzahl an Maßnahmen zu restrukturieren. Ziel der Restrukturierung war dabei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und damit der wirtschaftlichen Stabilisierung des Unternehmens.

Trotz erheblichen Aufwandes und hoher Investitionen scheiterten diese Versuche und das Unternehmen produziert weiterhin erhebliche Verluste in Millionenhöhe. In Anbetracht all dessen hat die Konzernobergesellschaft, die MIZUHO Corp. mit Sitz in Japan, schweren Herzens die Entscheidung getroffen, den Betrieb der TRILUX Medical GmbH & Co. KG in Arnsberg zum 31. Mai 2020 vollständig stillzulegen.

Nachdem die Geschäftsführung in Arnsberg, vertreten durch den Managing Director Masayoshi Yamanaka und den Prokuristen Kazuo Teshirogi, im Auftrag der japanischen Konzernleitung am 19. Februar 2020 den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer Belegschaftsversammlung die Betriebsschließung verkündet hat, hat die Geschäftsführung und der Betriebsrat im Anschluss gemeinsam die dafür erforderlichen Maßnahmen konstruktiv entwickelt und diese am 23. April 2020 final zur Unterschrift gebracht. Unterstützt wurden sie dabei von Anwälten sowie externen Beratern. Gemeinsam wurde ein Sozialplan und Interessenausgleich abgeschlossen, der der betroffenen Belegschaft den Übergang in die Transfergesellschaft START NRW ermöglicht. Die Stilllegung des Betriebs erfolgt zum 31. Mai 2020. Ein definiertes Kernteam wird über den 31. Mai 2020 hinweg Restabwicklungstätigkeiten vornehmen, damit die Gesellschaft anschließend liquidiert werden kann und dann zu einem definierten späteren Zeitpunkt unter gleichen Bedingungen in die Transfergesellschaft wechseln.

Die Einrichtung einer Transfergesellschaft ermöglicht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab dem 01. Juni 2020 die Vorbereitung auf die Aufnahme einer neuen beruflichen Tätigkeit oder die Vermittlung in eine neue Beschäftigung mithilfe von individuellen, professionellen  Beratungen, Qualifizierungsmaßnahmen und einem engen Netzwerk von wichtigen Ansprechpartnern auf dem Arbeitsmarkt. Ziel ist, neben der individuellen Unterstützung und Förderung, eine möglichst schnelle Vermittlung in eine neue Arbeitsstelle.

Seit 1964 wurden am Standort Arnsberg-Hüsten medizinische Versorgungseinheiten für Patienten- und Intensivpflege sowie seit 2007 Untersuchungs- und Operationsleuchten entwickelt und produziert.